Geschichten wurden schon erzählt, bevor es Bücher gab. Am nächtlichen Feuer zum Beispiel. Aus dem Bauch heraus, ohne Vorbereitung oder Kontrolle. Heute ist es so einfach wie noch nie, ein Buch auszusuchen und zu schmökern. Es gibt sie in allen Facetten und Formaten, toll aufbereitet. Viele Menschen sind daran beteiligt, dass neue Bücher auf den Markt kommen. Und dank ihnen können sich Lesende darauf verlassen, dass sie etwas gut Gemachtes kaufen. Alles ist so praktisch und allgegenwärtig; es scheint fast, als wäre dies der einzige Weg, Geschichten zu erzählen und hören zu können. Ist es aber nicht.
Nach wie vor können alle Menschen ihre Geschichten wie am Feuer erzählen. Und wer eine hören möchte, muss nicht unbedingt dafür bezahlen. Du kannst dich zu einer Geschichte setzen, wie in einen gespannten Halbkreis anderer Zuhörenden. Vielleicht ist nicht perfekt, was du hörst und siehst — und an Perfektion sind wir gewöhnt. Die Stimme, der du zuhörst, mag sich versprechen. Hier und da wird sie wohl zu viel sagen, manchmal auch zu wenig. So wie an einem Lagerfeuer eben, wo seit Urzeiten alle erzählen und das Publikum bannen können. Wo es kein erweitertes Team gibt. Wo niemand Angst davor hat, nicht perfekt zu sein. Wo drauflos erzählt wird…
Das ist rohe Literatur, ungeschliffen.
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