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Orangen-Welt

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Orangen nach dem Ende aller Tage
Orangen nach dem Ende aller Tage

„Die gute Nachricht? Vor dem Jüngsten Tag musst du keine Angst haben. Hast ihn verpasst. Der war schon. Es kann sich nur niemand dran erinnern. Niemand außer Bosch.

Die schlechte? Das ist eine lange Geschichte…“

(Roman)

Größe: 0.58 MB
Published: Mai 19, 2021
1.1_Neiwolf
1.1_Neiwolf

„Jetzt tobte das Zelt. Man hätte das eigene Wort nicht verstehen können, bei all der Begeisterung. Der Kleine konnte nicht älter als vier oder fünf Jahre sein. Eine solche Miene war selbst für Neiwolf, der Millionen Gesichter gesehen hatte, ein ungewöhnlicher Anblick. Die Augen des Kleinen waren groß wie Kastanien, aber dunkler. Kleine Teiche, gefüllt mit einer Ernsthaftigkeit, für die selbst so manchem Erwachsenen noch die Lebenserfahrung fehlte.  

Den ›unverletzbaren Jungen‹, so nannten sie ihn. Jetzt hatte Neiwolf selbst gesehen, warum das Kind sich diesen Beinamen redlich verdiente.“

(eine Orangen-Geschichte)

Größe: 0.09MB
Published: Mai 19, 2021
1.2_Simian / Rex
1.2_Simian / Rex

„Simian dachte lange nach und war ein wenig froh darüber, dass er dies alleine mit seinem Intellekt tun konnte, ohne das Papier aus dem Jackett holen zu müssen. Mittlerweile hatte er sich über das Manuskript informiert, sehr diskret, natürlich. Kein Wort zu Neversham und erst Recht keinen Fuß zurück in Voynichs Antiquariat. Sein Interesse musste verborgen bleiben. Nach allem, was er in Erfahrung hatte bringen lassen, war das Manuskript alt. Schätzungen reichten bis ins 15. Jahrhundert. Es wollte nicht in Simians Kopf, dass ein erwachter Engel seit 500 Jahren auf Erden wandelte. Oder besser, es schauderte ihn bei der Vorstellung.“

(eine Orangen-Geschichte)

Größe: 0.1MB
Published: August 18, 2021
1.3_Harstein
1.3_Harstein

„Harstein beäugte den Mann skeptisch. Sie hatten gesagt, der Doktor wäre ein Pionier. Der erste einer neuen Gattung, die alles umkrempeln würde, was die Gesellschaft über die Seele und ihre Befindlichkeiten wusste. Das hatte Harstein gern gehört. Er verstand den Kopf – seinetwegen auch die Seele – als ein eher unzuverlässiges Bauteil der Menschmaschine. Und als Maschine sah er sich unbedingt. Der Futurismus sprach von Optimierung, von Effizienz und Effektivität jedweder Leistung. Harstein fand es von Anfang an einleuchtend, dass das Gehirn da keine Ausnahme bildete. Dort oben, hinter den Schädelknochen, die ja nicht ohne Grund die graue Masse darin panzerten, wartete eine Hochleistungsmaschine darauf, richtig eingestellt zu werden.
Wie wollte das der Herr Doktor denn bitte bewerkstelligen, wenn er keine Antworten auf Harsteins Fragen hatte?“

(eine Orangen-Geschichte)

1.4_d’Utrecht
1.4_d’Utrecht

„Der Juwelier erreichte das obere Ende der ansteigenden Route durch den Wald. Er konnte den Eingang des Lamprechtsofens in einer Lichtung sehen. Weil es Hochsommer war, schien die Sonne auch an diesem Vorabend noch kräftig. Schade, fand d’Utrecht. Eine erste Enttäuschung war das, denn er hatte auf ein hell leuchtendes Maul in der Felswand gehofft. Stattdessen lief er gemächlich auf einen fahlen Schatten im Berg zu.
Er schien einer letzten Gäste zu sein, denn d’Utrecht fand hinter dem Eingang der Höhle einen regelrechten Trubel vor, dessen flüsternde Stimmen und kieksende Lacher unter einer kleinen Felskuppel widerhallten. Dies war offensichtlich der neue Sammelplatz für Besuchende. Er sollte den Auftakt bilden für geführte Touren in die längste Höhle des Kontinents. Das jedenfalls sagte ein Mann in Grubenuniform, der einer kleinen Gruppe von Frauen, Männern und Kindern bereits einen Vortrag hielt.
D’Utrecht war sich nicht bewusst, zu spät zu sein. Das passierte ihm nicht. Verunsichert fingerte er seine Taschenuhr aus der Weste, setzte sein Monokel zwischen die angestammten Falten um sein rechtes Auge, und prüfte die Uhrzeit. Wie vermutet: Er war keineswegs zu spät. Natürlich nicht.“

(eine Orangen-Geschichte)

Größe: 0.07MB

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Feuersee: voraussichtlich Ende 2024

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