1.4_d’Utrecht (MOBI)

1.4_d’Utrecht (MOBI)
1.4_d’Utrecht (MOBI)

„Der Juwelier erreichte das obere Ende der ansteigenden Route durch den Wald. Er konnte den Eingang des Lamprechtsofens in einer Lichtung sehen. Weil es Hochsommer war, schien die Sonne auch an diesem Vorabend noch kräftig. Schade, fand d’Utrecht. Eine erste Enttäuschung war das, denn er hatte auf ein hell leuchtendes Maul in der Felswand gehofft. Stattdessen lief er gemächlich auf einen fahlen Schatten im Berg zu.
Er schien einer letzten Gäste zu sein, denn d’Utrecht fand hinter dem Eingang der Höhle einen regelrechten Trubel vor, dessen flüsternde Stimmen und kieksende Lacher unter einer kleinen Felskuppel widerhallten. Dies war offensichtlich der neue Sammelplatz für Besuchende. Er sollte den Auftakt bilden für geführte Touren in die längste Höhle des Kontinents. Das jedenfalls sagte ein Mann in Grubenuniform, der einer kleinen Gruppe von Frauen, Männern und Kindern bereits einen Vortrag hielt.
D’Utrecht war sich nicht bewusst, zu spät zu sein. Das passierte ihm nicht. Verunsichert fingerte er seine Taschenuhr aus der Weste, setzte sein Monokel zwischen die angestammten Falten um sein rechtes Auge, und prüfte die Uhrzeit. Wie vermutet: Er war keineswegs zu spät. Natürlich nicht.“

(eine Orangen-Geschichte)

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Version: 1.0
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